Oberstufengymnasium
Wir über uns Aktuelles Ausstellungen / Beckmann's Ehemalige / Alumni-Portal Eltern / Förderverein Galerien Organisation Partnerschulen Projekte / Arbeitsgemeinschaften Schüler_innen Studien- und Berufsorientierung Termine Unterricht Impressum / Kontakt
Fotostreifen

  >>
>>    >>   Aktuelles


Neues von der Schreibkunst an der MBS

Am 13. Oktober 2018 findet im Rahmen der Buchmesse eine Schüler-Autoren Lesung statt!

Schreibkunst an der MBS

Schreibkunst an der MBS

Frankfurt liest ein Buch in der MBS: „Das siebte Kreuz“ von Anna Seghers

Auf der Bühne stehen Tische und Stühle in Reih und Glied. Jeweils rechts und links sind symmetrisch angeordnet jeweils ein Tisch mit Stuhl und Leselampe. Die Schauspieler bewegen sich in einzelnen Szenen zwischen den Stühlen und Tischen umher. Alles sieht gleich aus – überall könnte Gefahr lauern, aber auch Schutz und Hilfe. Derjenige, der hier zwischen den Stühlen herumirrt, ist Georg Heisler. Er ist auf der Flucht aus dem Konzentrationslager Westhofen. Er ist einer von sieben Flüchtlingen, für die nun im Konzentrationslager sieben Folterkreuze aufgestellt werden, die für die Geflüchteten bei ihrer Ergreifung bestimmt sind. Doch während die anderen sechs nach und nach ihren Peinigern wieder ins Netz gehen, bleibt Georg Heislers Kreuz leer. Auf seiner Flucht irrt er durch Rheinhessen und Hessen und gelangt schließlich auch nach Frankfurt und eben auch in den Stadtteil Bockenheim.

>> weiterlesen

Die Max-Beckmann-Schule hat den Bezug zu ihrer eigenen Lokalgeschichte zum Anlass genommen, erstmals an der Kulturveranstaltung „Frankfurt liest ein Buch“ teilzunehmen. Der Roman „Das siebte Kreuz“ von Anna Seghers spielt nicht nur in einer Episode in Bockenheim, auch inhaltlich ist die Fluchtgeschichte von Georg Heisler deshalb so interessant für die Max-Beckmann-Schule, da, so Schulleiter Harald Stripp in seiner Einleitung, der Roman als „Plädoyer für Zivilcourage“ zu lesen sei und somit grundlegende Werte der Schule vertrete. Charlotte Kitzinger, Referentin der „Arbeitsstelle Holocaustliteratur“ in Gießen, verweist in ihrer historisch-literarischen Einleitung zum Roman auf dessen großartige Erzählkunst, Vielschichtigkeit und Multiperspektivität. Besonders die dem Roman zugrunde liegende Tatsache, wie schnell sich Gesellschaften hin zu totalitären Systemen verwandeln können, gebe diesem, so Kitzinger, angesichts der populistischen Bewegungen in Europa eine aktuelle Dimension.
Das Herzstück der Veranstaltung ist dann aber die szenische Lesung, die unter der Regie von Steffen Schwarz und den Schauspieler*innen des DS-Kurses der Jahrgangsstufe 12 eindrucksvoll umgesetzt wird. Slimane Haloui glänzt dabei als Georg Heisler, der oftmals verloren zwischen den Stühlen und Tischen auf der Bühne nach Hilfe, Unterschlupf oder einfach nur nach ein wenig Mitmenschlichkeit sucht. Besonders eindringlich wird das Stück dadurch, dass die Texte von Anna Seghers von Schüler*innen gelesen werden, die oft einen Migrationshintergrund haben, der sich auch in Nuancen der Sprachlichkeit zeigt. Dadurch werden die Texte von Anna Seghers mit den Stimmen der Jugendlichen der heutigen Zeit gebrochen und geben diesen vor dem Hintergrund aktueller Flüchtlingserfahrungen eine sehr große Authentizität. Am Ende, so scheint es, ist Georg Heisler nicht nur ein Flüchtender vor den Schergen des NS-Staates, sondern er ist ein universell Flüchtender auf der Suche nach Rettung und individueller Behauptung.
Ein ganz starker Abend an der MBS, der ein ebenso begeistertes wie nachdenkliches Publikum zurück lässt.

Mitja Lüderwaldt

>> Text einziehen

 

Plakat zur Lesung "Frankfurt liest ein Buch"

Plakat zur Lesung „Frankfurt liest ein Buch“

 

Kulturabend an der MBS

Ankündigung Kulturabend

Ankündigung Kulturabend

>> Bericht über den Kulturabend

 

Podiumsdiskussion über den neuen Rechtsextremismus

Plakat zur Podiumsdiskussion

Plakat zur Podiumsdiskussion

 

Schreibkunst unterwegs!

Schon seit Längerem war geplant, der Einladung der Ricarda-Huch-Schule an unsere Schreibkunst-AG nachzukommen. Am 25. Oktober 2017 war es endlich soweit: Zusammen mit Frau Hoffmann, Frau Koenen und Frau Pauls fuhren einige Mitglieder der AG nach Gießen.
Zum Westbahnhof ist es ein Katzensprung, nach Gießen zur Ricarda-Huch-Schule ist es auch nicht weit. Dort angekommen wurden wir herzlich mit Plätzchen, Kaffee und Saft in der großzügig ausgestatteten Bibliothek empfangen und von der dortigen Schreibkunst-AG und ihrer Betreuerin Andrea Maaß und dem Schulleiter begrüßt.

Kreativsein in der Bibliothek der Ricarda-Huch-Schule

Kreativsein in der Bibliothek der Ricarda-Huch-Schule

Der Vormittag war für einen Workshop mit dem Team Scheller, den Poetry-Slammern Dominique Makri und Dalibor Marković vorgesehen. Mit viel guter Laune wurden Übungen in einer großen Runde ausprobiert. Das Ganze mündete in einer Schreibübung, in der je ein Mitglied der RHS und der MBS gemeinsam einen Text zu einem selbst ausgewählten Bild verfassen sollten. Diese Koproduktion klappte erstaunlich gut, was die Präsentation der Ergebnisse zeigte. Erstaunlich war zudem, dass in kürzester Zeit Schreibkunst entstand, die von einem Essay über die Zeit, einem Exposé für einen Roman bis hin zu einem fertigen Text reichte. Dann folgte die Präsentation der Profis:“ Wer hat Angst vorm schwarzen Mann“ – auf YouTube unbedingt anschauen!

Unterhaltsame Kooperation zwischen der RHS und der MBS

Unterhaltsame Kooperation RHS-MBS

Nach einer Mittagspause – wir waren zu einem Mittagessen eingeladen – war noch eine gute Stunde Zeit bis zur Heimreise: Manche wollten ihre Texte weiterschreiben, andere wollten lieber lesen, was die SchriftstellerInnen an eigenen Texten mitgebracht hatten. Es war gemütlich und vertraut, als hätten wir uns schon immer gekannt. So war es nicht verwunderlich, dass im abschließenden Blitzlicht Zufriedenheit geäußert wurde und der Wunsch, einen Gegenbesuch zu planen. Dann hieß es Abschied nehmen. Das Einzige, was nicht geklappt hat, war die Zugverbindung nach Frankfurt – wegen einer technischen Störung sollten wir nach Hanau umgeleitet werden, was wir durch rasches Wechseln in die S-Bahn noch verhindern konnten. Die Texte, die an diesem Tag entstanden sind, sollen demnächst dokumentiert werden.

Lisa Hoffmann, Antje Koenen und Inge Pauls

 

Einladung zu unserem Tag der offenen Tür

Am Freitag, den 17. November 2017 findet unserer alljährlicher Tag der offenen Tür statt, der interessierten Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen und ihren Eltern einen Einblick in unsere Arbeit und unser Schulleben ermöglichen soll.
Zur Beachtung: Der offizielle Beginn des Tages der offenen Tür ist um 16 Uhr – der Schulleiter Harald Stripp wird jedoch schon um 15 Uhr eine Informationsveranstaltung zur Gymnasialen Oberstufe und das Abitur anbieten. Falls Ihnen dieser Zeitpunkt zu früh ist: Um 19 Uhr wird sie ein zweites Mal stattfinden. Wenn Sie teilnehmen möchten, begeben Sie sich bitte in unsere Aula im 2. Stock.

Die Schulgemeinde der Max-Beckmann-Schule freut sich auf Sie!

Plakat zum Tag der offenen Tür 2017

Plakat zum Tag der offenen Tür 2017

 

 

SICHTEN – Ausstellung LK Kunst [Abitur 2017]

Verlängert bis zum 17. November 2017!  

LeaLepold_Maja eterna(2016)_kl.Datei

Lea Lepold Maja eterna (2016) Acryl auf Leinwand

 

Sichten.                    
Die kursinterne Arbeitsgruppe Konzept + Auswahl hat eine repräsentative, von Qualitätsmaßstäben geleitete Auswahl getroffen. Sie hat den Werkbestand aus gut zweieinhalb Jahren Unterricht gesichtet. Ohne Zutun oder Zuraten des Kursleiters. Sichten Sie selbst, liebe Austellungsbesucher, mit Ihren Augen und Ihrem ästhetischem Gespür das Sichtungsergebnis.

>> weiterlesen

Details.
Mit Augen- und Fingerübungen haben wir angefangen. Das Handwerkszeug – klassisches Zeichnen und Aquarellieren – wird eingeübt. Ein paar fotorealistische Porträtaufnahmen finden sich dazwischen. Es war nicht leicht,  die Schüler zum Mitbringen von leibhaftigen Vorlagen – Erdbeeren, Jakobsmuscheln, Möhren- und Erbsengemüse, ein hundsordinäres Paßfoto u.a.m. – zu bewegen und das für Vorlagenzwecke untaugliche Handyfoto aus dem Kopf zu schlagen. Das Smartphone, wage ich zu sagen, ist bilderfeindlich, be- und verhindert Kunst. [Cafeteria + Flur, EG]

Das Prinzip Bild im Bild hat sich bewährt. Manche Motive springen dem Betrachter förmlich ins Auge, andere lassen sich nicht einmal erraten, kokettieren mit dem seit Adorno sprichwörtlichen Rätselcharakter der Kunst.
[Eingangshalle und Koje]

Aus Fotos werden Kunstwerke. „Kosmopolit sucht Heimat“ hieß das Thema für eine klassische Klebecollage mit Fototeilchen aus Magazinen, Illustrierten, Werbeprospekten und sonstwoher. Dazu hat die Klasse recht markante, auch provokante Bilder ersonnen. [Foyer, Koje]

Dem Realitätsprinzip folgt die nächste Ausstellungsetappe. Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser aus den sechziger und siebziger Jahren verlangen nach progressiven Umbau- und Erweiterungslösungen mit Komfortzuwachs und nachhaltiger Energieversorgung. Ohne neuen Bodenverbrauch. [Flur, Erdschoß]

Großformat: Die Klasse hat vor zwei Jahren die Cafeteria renoviert. Als Schmankerl bzw. ästhetisches Sahnehäubchen lockte die Neuauflage des Wandbilds, das bald ein Vierteljahrhundert die Stirnwand der Cafeteria geziert hat. Der zeitweise 27 Köpfe zählende Leistungskurs hätte dieses Projekt durchaus stemmen können. Das schulische Pflichtprogramm, die vollen Stundenpläne ließen es einfach nicht zu. [Cafeteria]
Christian Bromig

Öffnungszeiten: montags bis freitags, 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr.

>> SICHTEN_EinladungskarteAbschlußausstellung13d (14. Juni 2017)

>> Text einziehen

 

Bundestagswahlen – Podiumsdiskussion in der Aula

Auf dem Podium diskutieren: Jessica Purkhardt (Die Grünen/B 90),

Auf dem Podium diskutieren: Jessica Purkhardt (Die Grünen/B 90), Matthias Zimmer (CDU), Hannah Böcker + Kristian Dam (MBS, Moderation) Oliver Strank (SPD), Achim Kessler (Die Linke)                                                 Foto: Ptolusque

Am Dienstag den 12. September versammelten sich die Wahlkreisabgeordneten der CDU, der SPD, der Linken und der Grünen in unserer schönen Max-Beckmann-Schule. Die Aula füllte sich schnell mit uns, den vielen potenziellen Erstwählern, die die Politiker in der folgenden Diskussion für sich zu gewinnen versuchten (oder auch nicht).
Schon die Vorstellungsrunde glänzte mit politischer Kompetenz. Dr. Matthias Zimmer von der CDU antwortete auf die Frage, weshalb er denn Mitglied seiner Partei sei, damit, dass er, damals als junger selbstbestimmter Mann, die christlichen Werte seiner Oma nicht verletzten wollte. Welche die SPD übrigens mal nebenbei mit dem Satan verglich. Und deswegen sei er nun mal der CDU beigetreten. Dabei ist er dann halt bis heute geblieben. Determination in Höchstform. Darauf folgte ein schön einstudiertes Plädoyer von Dr. Oliver Strank (SPD), der für eine bessere Welt kämpfen möchte, indem er „die Zukunft an den Hörnern packt“ und uns alle „heute Abend“ herzlich begrüßt. Als Mitglied der SPD kann einem der Tag um 12 Uhr mittags ja nur länger vorkommen, als er es eigentlich ist. Volles Verständnis.

Den Podiumsrednern auf den Zahn gefühlt: Jakob Ali Khogali aus dem PoWi-Leistungskurs gibt sich mit den üblichen Floskeln und Beschwichtigungen nicht zufrieden.

Den Podiumsrednern auf den Zahn gefühlt: Jakob Ali Khogali aus dem PoWi-Leistungskurs gibt sich mit den üblichen Floskeln und Beschwichtigungen nicht zufrieden.                                            Foto: Bromig

>> weiterlesen

Unsere beiden Moderatoren Hannah Böcker und Kristian Dam leiteten die Fragen gezielt so, dass die Vertreter der Parteien sich positionieren sollten und sprachen Themen an, bei denen klar verschiedene Ansichten vertreten werden.
So bestätigte sich auch das übliche Bild sogleich bei der SPD, die als Partei für alle langsam ihr Profil verliert. Denn nach Dr. Strank wolle sich die SPD nicht auf eine Gruppe in der Bevölkerung festlegen, auch nicht in ihrem Wahlbezirk in Frankfurt, wo der Unterschied zwischen Gallus und Westend doch enorm sei. Das kritisierte auch Achim Kessler von den Linken, denn als ursprüngliche Arbeiterpartei sollte es der SPD doch klar sein, für wen sie primär kämpfen sollte.
Etwas enttäuschend war das Engagement Jessica Purkhardts von den Grünen, die ziemlich wenig von sich zu hören gab und es sich lieber auf dem Stuhl bequem zu machen schien. Ihre Antworten wirkten desinteressiert und ihr Nichtwissen bezüglich empfangener Lobby-Gelder seitens der Grünen von der IG Metall, einer Gewerkschaft, die auch die Belegschaft von Rüstungsfirmen vertritt, machte ihren Eindruck auch nicht besser. Als dann mit dem Diesel-Skandal das Thema Lobbyismus zur Sprache kam und von mehreren Seiten ein Lobbyregister und mehr Transparenz gefordert wurde, positionierte sich Herr Zimmer als einziger Gegner. Als Argumentation führte er ein Gleichnis auf, das nicht ganz aufzugehen scheint. Es hätten nämlich viele Politiker auch einfach Freunde, die zufälligerweise Lobbyisten verschiedenster Art seien. Zum Beispiel habe er einen guten Freund, der Vertreter des Tiefseefischer-Verbandes sei und jedes Treffen mit ihm in einem Lobbyregister dokumentieren zu müssen, wäre ja folglich unnötig. Die mehr als 17 Millionen Euro Spenden der Automobilindustrie an CDU/CSU, FDP, SPD und Grüne in den vergangenen acht Jahren lassen sich sicherlich auch auf ein Paar tiefe Sandkastenfreundschaften der Politiker zurückführen, nicht wahr?
Alles in allem hat die Podiumsdiskussion die Parteien in dem bestätigt, was sie sind, und nicht unbedingt neue Aufschlüsse verschafft. In neunzig Minuten ist es aber auch schwer möglich, über das Oberflächliche hinauszugehen und jeden zu jedem Thema zu Wort kommen zu lassen. Trotzdem war die Stimmung unter den Schülern gewohnt interessiert und hoffentlich hat es einigen geholfen, sich über ihre Entscheidung am 24. September klarer zu werden.
Caroline Rohr (13a)

>> Text einziehen

 

Suchtprävention „hoch drei“ an der MBS

„Check, wer fährt!“ – Rauschbrillen und „heißer Draht“
Ärger mit der Polizei, strafrechtliche Konsequenzen, der Verlust des Führerscheins – keines dieser drei unschönen Szenarien wollen Chaima und Laura erleben. Beide jobben neben der Schule, um für den Führerschein zu sparen. Und beide gehen am Wochenende gerne „feiern“. Soweit, so normal. Diesem Befund würden auch die Macher des Präventionsprojektes „Check, wer fährt“ zustimmen, das Oliver Krause von der Beratungsstelle in Frankfurt-Höchst gemeinsam mit dem Drogenreferat Frankfurt regelmäßig durchführt.
Kurz vor den Sommerferien 2017 ist Krause dazu mit zwei weiteren Berater_innen an die Max-Beckmann-Schule gekommen. „Gerade Fahranfängern und jungen Erwachsenen fällt es oft schwer, die Konsequenzen von Drogen- und Medikamentenmissbrauch im Straßenverkehr richtig einzuschätzen“, so Krause. Daher zielt „Check, wer fährt“ auf die Sensibilisierung der Schüler_innen im führerscheinfähigen Alter für den Umgang mit Alkohol und Drogen. „Wir informieren über gesundheitliche und rechtliche Folgen des Konsums und wollen zum Nach- oder Umdenken anregen“, erklärt Oliver Krause das Konzept und Ziel des Projektes. Dabei gehe es nicht darum, Alkohol oder Drogenkonsum zu verteufeln, aber eben auch nicht darum, die Folgen des Konsums zu verharmlosen. Denn war die Party auch noch so schön, irgendwann muss jede_r wieder nach Hause. Und hat man dann Drogen oder Alkohol konsumiert, kann es gefährlich werden, nicht nur für einen selbst, sondern auch für andere Verkehrsteilnehmer_innen.

Rauschsimulation durch Rauschbrille

Rauschsimulation durch Rauschbrille

Auf dem Schulhof der Max-Beckmann-Schule jedenfalls durchqueren an diesem Tag acht Klassen der E-Phase einen Parcour – zu Fuß und ausgestattet mit speziellen Brillen, die einen Rauschzustand von ungefähr 1,6 Promille simulieren. Mit den „Drogen-Brillen“ auf der Nase versuchen sich manche an Geschicklichkeitsübungen wie etwa dem „heißen Draht“, wobei eine Drahtöse so schnell wie möglich über einen gebogenen Draht geführt werden soll, ohne diesen mit der Öse zu berühren. Gar kein leichtes Unterfangen, wenn man sich gerade im simulierten Alkoholrausch befindet.

Spaß mit dem "Heißen Draht"

Spaß mit dem „heißen Draht“

Ebenso schwierig ist es, richtig einschätzen zu können, wie hoch der tatsächliche Promillewert im Blut gerade ist, wenn lediglich die individuelle Wahrnehmung als Referenzrahmen dient, denn diese „kann von Person zu Person sehr unterschiedlich ausfallen“, erklärt Oliver Krause.

>> weiterlesen

Während im Hintergrund Saida und Lucas noch breitbeinig schwankend versuchen, die vorgezeichneten Markierungen des Parcours nicht zu übertreten, verdeutlicht Krause im Gespräch mit Miriam Kneller, Beratungslehrerin für Sucht- und Gewaltprävention an der Max-Beckmann-Schule, dass das Projekt bei den Schüler_innen auf offene Ohren gestoßen ist: Neben der Information und den Selbstversuchen im Klassenverband hat Krause an diesem Tag 25 individuelle Gespräche mit Schüler_innen geführt, die im Anschluss an die Veranstaltung den Kontakt mit den Fachberatern gesucht haben. Kneller wertet dieses Interesse der Schüler_innen als Erfolg: Dass Schüler_innen Beratungsangebote kennen, um sich informieren zu können und sich bei Bedarf an Fachleute wenden, sei ein wichtiger Schritt, um bewusst und selbstbestimmt das eigene Konsumverhalten steuern zu können: „Schule ist die direkt an die Familie anschließende sekundäre Sozialisationsinstanz. Meinem Verständnis nach muss Schule deshalb Schüler_innen solche Angebote machen, die sie in der Entwicklung ihres Selbstbildes und ihrer sozialen Identität unterstützen“, so Kneller. „Da keine suchtmittelfreie Gesellschaft existiert, gehört neben der präventiven Aufklärung auch dazu, bei Problemen Beratung anzubieten.“

Alice … im Wunderland?!
Sachliche Informationen zum Drogenkonsum, die Entwicklung von Mündigkeit und gegebenenfalls Hilfe – eben dafür steht auch das Alice-Projekt in Frankfurt. Die Schülervertretung (SV) hatte „Alice“ im Sommerhalbjahr an die MBS geholt, damit sich Schüler_innen informieren konnten. „Tatsächlich haben mehr als 15 Interessierte die Möglichkeit in Anspruch genommen!“ Darauf verweist die Schulsprecherin der Max-Beckmann-Schule, Lea Rettenbacher. „Und das, obwohl der Termin an einem Montagnachmittag zeitlich recht unattraktiv gelegen hat.“ Daran wird deutlich, dass den Jugendlichen und jungen Erwachsenen das Thema Drogen und Konsumverhalten, Beratung, aber auch Drogenpolitik – unabhängig von verpflichtenden Veranstaltungen – wichtig ist. Jule Grüninger (SV) goutiert, dass die Veranstaltung ohne die Anwesenheit von Lehrkräften stattgefunden habe, denn so „konnte man Experten Fragen zum Thema stellen, ohne Sanktionen fürchten zu müssen.“

Drogen. Macht. Welt. Schmerz.
Drogenpolitik ist auch der Schwerpunkt der Wanderausstellung „Drogen Macht Welt Schmerz“, die das Netzwerk earthlink derzeit an Schulen verleiht. Für zwei Wochen waren die Plakatwände vor den Bio-Räumen der MBS zu begutachten. Laut den Ausstellungsmachern verdeutliche sich kaum jemand der 200 Millionen Menschen, die weltweit Drogen konsumierten, welche Konsequenzen der Konsum in den Anbauländern auslöse: Menschenrechtsverletzungen, Korruption und das Verschieben von Wirtschaftsstrukturen zugunsten der Drogenökonomie mit durchweg negativen Auswirkungen auf Staat, Gesellschaft und Umwelt der meist weniger entwickelten Herstellungsländer.
Die teilweise kontroversen Reaktionen der Schüler_innen, die sich auf einer bereitgestellten Plakatwand in Kommentaren ablesen ließen, spiegeln dabei zwei gesellschaftliche Ideologien wider: Kommentare wie „Strafen erhöhen“ und „Alkohol verbieten“ verdeutlichen eine Position, die auf Abschreckung setzt, angetrieben von der Idee einer drogenfreien Welt. Demgegenüber verweisen Kommentare wie „Verbote bringen nichts“ und „Alle Drogen legalisieren“ auf die Idee eines freiheitlichen Umgangs mit Drogen, der die gesellschaftlichen Konsequenzen des Eigenkonsums allerdings auch nicht aus dem Blick verlieren möchte: Ein Kommentar verweist nämlich auf ein Projekt des europäischen Nachbarlandes Portugal, das 2013 die Strafen für Konsumenten von Drogen gestrichen hat. Danach kommt – wer mit kleinen Mengen Marihuana, Kokain oder Heroin erwischt wird – nicht mehr vor Gericht. Die Justiz wertet den Besitz als Ordnungswidrigkeit – wie beispielsweise Falschparken. Ein Schritt in Richtung Entkriminalisierung, jedoch nicht Legalisierung.
Ob der Drogenkonsum durch derlei Modelle künftig sinkt, bleibt abzuwarten – in Portugal ist er jedenfalls nicht gestiegen. Welche Auswirkungen eine flächendeckende Legalisierung hätte – sowohl auf die Herstellungsländer als auf die hiesigen Konsumgesellschaften – lässt sich nur schwer vorhersagen.
Dass die Schüler_innen der Max-Beckmann-Schule allerdings sowohl Interesse an den Angeboten der Beratungsstellen zeigen als auch gesellschaftliche Fragestellungen und Ideen rund um das Thema Drogen thematisieren, legt offen, dass eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema in der Schule als Chance anzusehen ist, die es zu ergreifen gilt, um Jugendliche und junge Erwachsenen in ihrer Entwicklung positiv zu unterstützen.
Text + Bildquellen: Miriam Kneller

>>> www.alice-project.de
>>> http://www.drogenmachtweltschmerz.de

>> Text einziehen

 

Die AG Schreibkunst zu Gast beim Literarischen Picknick

Am Mittwoch, den 21. Juni 2017, fand im Hessischen Landesmuseum in Darmstadt ein Treffen der Schreibkunst-Teilnehmer aus verschiedenen Schulen Hessens statt. Die Max-Beckmann-Schule waren mit sieben Schülerinnen und einem Schüler dabei. Einerseits wollten wir gerne einen alten Bekannten aus der Schreibwerkstatt an der MBS, Lars Ruppel, treffen, der als Moderator und Anbieter einer Mini-Schreibwerkstatt mitwirkte, andererseits waren unsere Schüler auch gespannt auf die Lesungen von anderen Schreibkunst-Teilnehmern aus Gießen, Darmstadt und Maintal.

Die AG Schreibkunst

Die AG Schreibkunst

 

Stärkung zwischen alten Gemäuern

Stärkung zwischen alten Gemäuern

Nach der offiziellen Begrüßung mit Grußworten des Leiters des Hessischen Landesmuseums, von Marcus Kauer vom Hessischen Kultusministerium, der Vertreterin des Hauptsponsors (WI-Bank) und schließlich der Organisatorin Erika Schellenberger fand ein formidables Picknick in einem sehr schönen mittelalterlich anmutenden Hof statt – Essen, Trinken, Eis, Kaffee – kulinarische Köstlichkeiten in Hülle und Fülle.

>> weiterlesen

Dabei verstrich die Zeit mit Gesprächen in angeregter Stimmung, sodass die Schülerlesungen erst verspätet begannen. Die knapp 45 Minuten reichten gerade für einen Vortrag von Lars Ruppel über den Schneekönig, für drei Texte aus unserer Gruppe und zwei kurze Texte der Gruppe der Albert-Einstein-Schule aus Maintal. Dann folgte nämlich schon die Präsentation des Rosetta-Projekts durch den Museumsleiter.
In einem verdunkelten Seitensaal des Museums findet zur Zeit die Präsentation einer Multimediashow von Rosetta, Europas Kometenjäger, statt. Die Präsentation zeigt neben einer Meteoritenausstellung die Modelle der beiden Sonden, des Kometen sowie der Trägerrakete Ariane 5, und in einer großartigen Animation mit fantastischen Bildern sieht man Start, Flug und Landung von Rosetta im Weltraum. Statt einer Schreibwerkstatt über und mit Rosetta konnte nur noch ein kleines Mini-Schreibspiel stattfinden, dann wurde der viel zu kurze Nachmittag auch schon mit Danksagungen und Verabschiedungen beendet.
Wir sind weggefahren mit dem Wunsch, in naher Zukunft die anderen Schreibkunst-Gruppen zu besuchen, um deren Texte noch einmal intensiv erleben zu können, was mit der Ricarda-Huch-Schule in Gießen, deren Teilnehmern es genau so ging, bereits lose verabredet worden ist. Und in der Hoffnung, dass das Schreibkunst-Projekt im kommenden Schuljahr weitergeführt wird.
Lisa Hoffmann, Inge Pauls

>> Text einziehen